Pfarrer Dr. Becks zum 500. Geburtstag Calvins
Knorrige Menschen hervorgebracht
NIEDERRHEIN. Der Totalkrach mit der katholischen Kirche war Johannes Calvin, wenn man so will, schon in die Wiege gelegt worden. „Sein Vater war Notar des Domkapitels in Noyon. Dieser hatte so heftige Auseinandersetzungen mit seinem Dienstherrn, dass er am Ende exkommuniziert wurde“, sagt Pfarrer Dr. Hartmut Becks. Anlässlich des 500. Geburtstages von Johannes Calvin in diesem Jahr referiert der Gemeindepfarrer der ältesten reformierten Kirche Deutschlands (in Alpen am Niederrhein) derzeit regelmäßig über den 1564 in Genf gestorbenen Reformator. mehr
Kritik an Kluft zwischen Realität und Illusion

REMAGEN. Er kam, sprach und kritisierte. Marcel Reich-Ranicki hielt anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Bundesverbandes der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) die Festrede. Vor mehr als 100 Zuhörern im Museumsbahnhof Rolandseck sagte der 88-Jährige: „Man muss traurig darüber sein, dass wir Redenschreiber brauchen.“ Seine erste Begegnung mit einer Rede, so der wohl einflussreichste deutschsprachige Literaturkritiker der Gegenwart, habe er in William Shakespeares „Julius Caesar“ gehabt. Die berühmte und erfolgreiche Rede des Marc Anton habe sein frühes Misstrauen gegen die Rhetorik geweckt: „Die Rede ist gut, aber sie ist von Beginn an gelogen." mehr
Pressezimmers Leseempfehlung:
Johann Gottfried von Herder: "Über die Ausbildung der Rede und Sprache . . ." aus dem Jahr 1796!